Von Mahir Mensuri Karataş, Turkish Petroleum. Das Problem In einem KNX Beleuchtungsautomatisierungssystem besteht ein häufiges Problem darin, dass sich die Beleuchtung aufgrund unerwünschter Umgebungsfaktoren, die sich negativ auf die Präsenzmelder auswirken, automatisch einschaltet. Eine der wichtigsten Aufgaben von Präsenzmeldern ist es, die Beleuchtung einzuschalten, nachdem sie aktive Objekte im Erfassungsbereich wahrgenommen haben. Wenn ein Präsenzmelder beispielsweise ein sich bewegendes Objekt in einem Raum mit unzureichendem Tageslicht wahrnimmt, schaltet er automatisch das Licht ein. Ist das Tageslicht hingegen ausreichend, bleibt das Licht ausgeschaltet.
Bei unzureichendem Tageslicht schaltet die Präsenzerkennung das Licht ein.
Bei ausreichendem Tageslicht bleiben die Lichter aus, auch wenn Anwesenheit erkannt wird. In manchen Fällen schaltet sich das Licht jedoch bei Tageslicht und in der Nacht automatisch ein, obwohl sich kein Objekt im Raum bewegt. Diese Situation ist eine häufige Herausforderung für KNX Systemintegratoren, Wartungstechniker und Kunden und bedeutet, dass unnötig zusätzliche Energie verbraucht wird. Ein Beispiel dafür war, als das technische Personal eines intelligenten Gebäudes in der Türkei uns mitteilte, dass es einige Probleme mit dem Lichtautomatisierungssystem gab. Das Problem bestand darin, dass sich die Beleuchtung in den Büros, Fluren und Toiletten nachts automatisch einschaltete. Nachdem wir die Situation untersucht hatten, fanden wir eine Reihe von Methoden, um dieses Problem zu lösen. Überwachung 1) KNX Busüberwachung Die KNX-Busüberwachung sollte während der Dunkelheit durchgeführt werden, da sich in dieser Zeit niemand im Raum aufhält. Die Busüberwachung erfolgt durch Aufschalten der KNX-Buslinie über die KNX-Schnittstelle. Die folgende Tabelle zeigt die nächtliche KNX-Busüberwachung mit der Software ETS 3.
Busüberwachung mit der ETS 3 Software. Die Überwachung des Busses zeigte, dass die betroffenen Präsenzmelder mit den physikalischen Adressen 1.2.102 und 1.2.161 von Zeit zu Zeit einen Befehl "write 1 object" gesendet hatten. Dadurch schaltete sich die Beleuchtung automatisch ein und verbrauchte in der Nacht zusätzliche Energie. Wir stellten fest, dass dieses Problem durch verschiedene Umgebungsfaktoren verursacht wurde, z. B. durch den Luftstrom, der durch die Fenster, die Decke und die Heizungsöffnungen in der Nähe der Präsenzmelder eindrang, durch schnelle Temperaturschwankungen und durch schnelle Lichtwechsel der Fahrzeugscheinwerfer.
Eine falsche Präsenzerkennung hat das Licht eingeschaltet. 2) NETx BMS Server Telegrammüberwachung Mit Hilfe der NETxAutomation BMS Server Software zur Telegrammüberwachung haben wir eines der Büros zufällig ausgewählt, mit offener Tür und offenem Fenster, ohne dass sich jemand darin befand. Die Telegrammüberwachung des NETx BMS Servers zeigte, dass der Präsenzmelder mit der physikalischen Adresse 1.1.9 zu Beginn der Bewegungserkennung einen Befehl "Objekt 1 schreiben" erhielt, um die Beleuchtung einzuschalten, und am Ende der Treppenhauszeit "Objekt 0 schreiben", um die Beleuchtung auszuschalten. Dies bedeutete, dass die Lichter von Zeit zu Zeit automatisch ein- und ausgeschaltet wurden.
Telegrammüberwachung mit NETx BMS Server. Schnelle Lösung Bekanntlich lassen sich Präsenzmelder mit der Funktion "Objekt sperren" deaktivieren, so dass wir dies z.B. zwischen 22:01 und 07:01 für das gesamte Gebäude nutzen könnten, um sicherzustellen, dass in der Nacht kein Licht eingeschaltet wird. Die nachstehende Tabelle zeigt, dass alle Präsenzmelder mit Hilfe der Visualisierungssoftware NETx Voyager in der Nacht von 22:01 Uhr bis 07:01 Uhr gesperrt wurden. Dies ist jedoch offensichtlich nur eine vorübergehende Lösung.
Mit der Visualisierungssoftware NETx Voyager werden alle Präsenzmelder in einem Gebäude mit Hilfe einer zeitlich festgelegten Aufgabe gesperrt. Permanente Lösung Es liegt auf der Hand, dass eine dauerhafte Lösung für dieses Problem darin besteht, zu ermitteln, welcher Teil des Präsenzmelders von ungünstigen Umweltfaktoren betroffen ist. Ein Präsenzmelder besteht in der Regel aus vier Sektoren, die über die ETS gesteuert werden können.
Das Innere eines Präsenzmelders. Um in der ETS-Software auszuwählen, welche Sektoren des Präsenzmelders aktiv oder passiv sein sollen, müssen die sektororientierten Einstellungen aktiviert werden. Dann muss der Sektor des Präsenzmelders, der von Umgebungsfaktoren beeinflusst wird, deaktiviert oder seine Empfindlichkeit reduziert werden (wie für Sektor B in der Tabelle unten gezeigt). Auf diese Weise wird verhindert, dass der Präsenzmelder durch ungünstige Umgebungsfaktoren beeinflusst wird, so dass die Beleuchtung nicht irrtümlich eingeschaltet wird.
Präsenzmelder-Parametereinstellung in der ETS. Abschluss Idealerweise sollten Präsenzmelder an einem Ort montiert werden, der nicht durch den Luftstrom, der durch die Fenster und Heizungsöffnungen eindringt, oder durch schnelle Temperaturschwankungen oder schnelle Lichtwechsel, die von Fahrzeugscheinwerfern ausgehen, beeinträchtigt wird. Außerdem sollten stark reflektierende Oberflächen, bewegliche Gegenstände (z. B. Vorhänge und Pflanzen) und Wärmequellen (z. B. Heizungsschächte, Heizkörper und Klimaanlagen) vermieden werden, da diese bei Bewegung durch den Luftstrom von Ventilatoren, Wind, Heizungsschächten oder Klimaanlagen fehlerhafte Erkennungen verursachen können. Wenn Sie auf diese Art von Problem stoßen, ändern Sie die sektorbezogenen Einstellungen des Präsenzmelders, damit die Umgebungsfaktoren die Beleuchtung nicht negativ beeinflussen und somit Energie und Geld sparen. Mahir Mensuri Karataş ist Elektro-Elektronik-Ingenieur und arbeitet bei Turkish Petroleum in der Abteilung für Gebäudemanagementsysteme. www.tpao.gov.tr/eng